Kontaktzeiten: Mon-Fr 17-24 Uhr

Scheidungsfolgenvereinbarung Muster kostenlos

Laden Sie ein kostenloses Muster für Ihre Scheidungsfolgenvereinbarung herunter. Für komplexere Fälle können Sie Ihre Vereinbarung Schritt für Schritt personalisieren.

Muster für eine Scheidungsvereinbarung

Professionelle Vorlage erhalten

  • Von unseren Rechtsexperten erstellt
  • Kostenlos herunterladen und mühelos ausfüllen
  • Verfügbar als PDF oder Word-Dokument
Letzte Aktualisierung July 29, 2026

Füllen Sie Formulare in wenigen Schritten aus

Speichern, drucken & herunterladen

Effizient in 5 Minuten ausgefüllt

Was ist eine Scheidungsfolgenvereinbarung?

Eine Scheidungsfolgenvereinbarung ist ein Vertrag zwischen Ehegatten, der die Folgen einer anstehenden oder bereits laufenden Scheidung regelt. Darin können Sie festhalten, was nach der Ehe gelten soll: wer Unterhalt zahlt, wie Vermögen und Schulden verteilt werden, was mit der gemeinsamen Immobilie passiert und wie Rentenanwartschaften behandelt werden. Auch Absprachen zu Hausrat, Konten, Scheidungskosten oder Kindern können aufgenommen werden.

Wichtig ist: Die Vereinbarung ersetzt nicht die Scheidung selbst. Diese erfolgt weiterhin über das Familiengericht. Sie kann das Verfahren aber deutlich entlasten, weil viele Streitpunkte bereits vorher geklärt sind. Gerade bei einer einvernehmlichen Scheidung ist das ein großer Vorteil.

Eine Scheidung ist selten nur ein formaler Schlussstrich. Es geht um Unterhalt, Vermögen, Rentenansprüche, Hausrat und oft auch um Kinder. 2024 wurden in Deutschland mehr als 129.000 Ehen geschieden. Eine klare Scheidungsfolgenvereinbarung hilft, Streit zu vermeiden und wichtige Punkte früh zu ordnen.

Trennungsvereinbarung oder Scheidungsfolgenvereinbarung?

Eine Trennungsvereinbarung regelt vor allem die Zeit zwischen Trennung und Scheidung. Sie wird auch Trennungsfolgenvereinbarung genannt. Das ist praktisch, weil Ehegatten vor der Scheidung meist mindestens ein Jahr getrennt leben müssen. Getrenntleben kann sogar in derselben Wohnung möglich sein, wenn Haushalt, Freizeit und Wirtschaft klar getrennt sind.

Die Scheidungsfolgenvereinbarung blickt weiter nach vorn. Sie ordnet, was nach der Scheidung gelten soll. Oft greifen beide Vereinbarungen ineinander. Ein Trennungsvereinbarung-Muster kann daher erste Punkte vorbereiten, ersetzt aber keine saubere Regelung der eigentlichen Scheidungsfolgen.

Punkt Trennungsvereinbarung Scheidungsfolgenvereinbarung
Zeitpunkt Nach der Trennung, vor der Scheidung Vor, während oder im Zusammenhang mit der Scheidung
Schwerpunkt Trennungsjahr, Wohnung, Alltag, Trennungsunterhalt Vermögen, Unterhalt nach der Scheidung, Rentenansprüche
Typische Inhalte Wohnrecht, Hausrat, Konten, Kindesunterhalt Zugewinnausgleich, Immobilie, Versorgungsausgleich, Scheidungskosten
Geltungsdauer Meist bis zur rechtskräftigen Scheidung Meist für die Zeit nach der Scheidung
Notar nötig? Je nach Inhalt, etwa bei Immobilienübertragung oder güterrechtlichen Regelungen Häufig erforderlich, etwa bei Güterstand, Versorgungsausgleich, Immobilienübertragung oder nachehelichem Unterhalt vor Rechtskraft der Scheidung

Kostenloses Scheidungsfolgenvereinbarung-Muster: PDF und Word

Ein Scheidungsfolgenvereinbarung-Muster gibt Ihnen eine erste Orientierung, wenn Sie wichtige Punkte schriftlich regeln möchten. Statt bei null anzufangen, sehen Sie direkt, welche Angaben typischerweise in eine schriftliche Vereinbarung zwischen Eheleuten gehören.

Die kostenlose Vorlage eignet sich vor allem als Orientierung: Namen, Trennungsdatum, Unterhalt, Vermögen, Schulden, Hausrat und mögliche Regelungen zur Immobilie lassen sich übersichtlich erfassen. Wer bereits nach einem Trennungsvereinbarung-Muster PDF oder einer Trennungsvereinbarung-Vorlage PDF gesucht hat, merkt schnell: Die Grundstruktur ist ähnlich, aber der Inhalt muss zur eigenen Situation passen.

Bei komplexeren Fragen lohnt sich eine individuell angepasste Vereinbarung. Das gilt besonders bei Kindern, Wohneigentum, größeren Vermögenswerten oder Rentenansprüchen.

Muster für eine Scheidungsvereinbarung

Wichtige Punkte einer Scheidungsfolgenvereinbarung

Eine gute Scheidungsfolgenvereinbarung sollte nicht nur grob festhalten, dass beide Seiten sich einig sind. Entscheidend sind klare, überprüfbare Regelungen. Sonst entsteht später genau dort Streit, wo eigentlich Ruhe einkehren sollte.

Typische Inhalte sind:

  • Nachehelicher Unterhalt: Höhe, Dauer, Zahlungszeitpunkt und mögliche Anpassungen
  • Kindesunterhalt: Orientierung an Einkommen, Alter des Kindes und aktueller Düsseldorfer Tabelle
  • Sorge- und Umgangsrecht: Alltag, Ferien, Feiertage und praktische Absprachen zur Betreuung
  • Zugewinnausgleich: Ausgleich des während der Ehe entstandenen Vermögenszuwachses
  • Versorgungsausgleich: Umgang mit Rentenanwartschaften und Altersvorsorge
  • Immobilie: Verkauf, Übernahme, Auszahlung oder weitere gemeinsame Nutzung
  • Hausrat und Fahrzeuge: klare Zuordnung von Möbeln, Auto, Technik und persönlichen Gegenständen
  • Konten und Schulden: Darlehen, Dispo, Kreditkarten, gemeinsame Verträge und Haftung
  • Scheidungskosten: faire Aufteilung von Gerichts- und Anwaltskosten

Gerade beim Kindesunterhalt lohnt Genauigkeit. Seit 2026 liegt der Mindestbedarf minderjähriger Kinder je nach Alter bei 486, 558 oder 653 Euro monatlich, bevor weitere Berechnungen greifen.

Wann muss eine Scheidungsfolgenvereinbarung zum Notar?

Eine Scheidungsfolgenvereinbarung ohne Notar ist nur bei einfachen Absprachen denkbar, etwa zur Aufteilung kleinerer Haushaltsgegenstände. Sobald es um rechtlich schwerwiegende Punkte geht, reicht eine private Unterschrift meist nicht mehr aus.

Notariell beurkundet werden sollten vor allem Vereinbarungen zum Güterstand, zum Zugewinnausgleich, zum Versorgungsausgleich, zum nachehelichen Unterhalt und zur Übertragung einer Immobilie. Wer also regeln möchte, dass ein Ehepartner das gemeinsame Haus übernimmt oder der andere ausgezahlt wird, kommt am Notar in der Regel nicht vorbei.

Der Notar sorgt nicht nur für die richtige Form. Er prüft auch, ob beide Seiten die Tragweite der Vereinbarung verstehen. Das schützt vor übereilten Entscheidungen, die später teuer werden können.

In bestimmten Fällen kann auch eine gerichtliche Protokollierung die notarielle Beurkundung ersetzen. Das kommt vor allem infrage, wenn eine Einigung im Scheidungsverfahren direkt vor dem Familiengericht festgehalten wird. Praktisch bleibt der Notar für viele Paare dennoch der einfachere Weg, weil Entwurf, Belehrung und Beurkundung aus einer Hand kommen.

Kosten, Zeitpunkt und mögliche Nachteile

Die Kosten einer Scheidungsfolgenvereinbarung hängen vor allem vom Geschäftswert ab. Maßgeblich ist meist das zusammengerechnete Vermögen beider Ehegatten, wobei Schulden nur begrenzt abgezogen werden. Bei einem Geschäftswert von 50.000 Euro liegt die reine 2,0-Notargebühr beispielsweise bei 330 Euro, hinzu kommen Auslagen und Umsatzsteuer.

Der beste Zeitpunkt ist meist vor dem Scheidungstermin. Dann kann die Vereinbarung Streitpunkte aus dem Verfahren nehmen. Möglich ist sie aber auch früher, etwa während der Trennung, oder später als Scheidungsfolgenvereinbarung nach rechtskräftiger Scheidung. Nachteile entstehen vor allem, wenn Klauseln unausgewogen, unklar oder nicht notariell beurkundet sind.

Häufige Fragen zur Scheidungsfolgenvereinbarung

Nicht immer. Einfache Absprachen zum Hausrat können Ehegatten auch privat festhalten. Sobald es aber um Güterstand, Versorgungsausgleich, nachehelichen Unterhalt oder eine Immobilie geht, ist der Notar meist erforderlich.

Grundsätzlich ja. Sinnvoll ist das aber nur bei überschaubaren Verhältnissen. Bei Kindern, Wohneigentum, Selbstständigkeit, Schulden oder größeren Vermögenswerten sollte eine juristische Beratung eingeplant werden.

Am besten wird die Scheidungsvereinbarung vor dem Scheidungstermin erstellt. Dann können offene Fragen früh geklärt werden. Viele Paare regeln erste Punkte schon während der Trennung.

Ja, wenn beide Seiten zustimmen. Ändern sich Einkommen, Betreuungssituation, Wohnverhältnisse oder Vermögen deutlich, kann eine Anpassung sinnvoll sein. Wurde eine Regelung notariell beurkundet, muss auch eine spätere Änderung häufig wieder notariell beurkundet werden, damit sie rechtlich wirksam ist.

Probieren Sie Lawdistrict jetzt aus

Sofortiger und uneingeschränkter Zugriff auf unsere gesamte Sammlung von Rechtsvorlagen

Bearbeiten, Herunterladen und Drucken von Dokumenten im PDF-Format – jederzeit und überall

Zeit- und Geldersparnis bei der Erstellung von Rechtsdokumenten

Erhalten Sie jetzt uneingeschränkten Zugriff