Kann ich einen privaten Darlehensvertrag widerrufen?
Bei einem privaten Darlehen, beispielsweise zwischen Freunden oder innerhalb der Familie, gibt es grundsätzlich kein Widerrufsrecht.
Sie möchten ohne Vertrag Geld verleihen? Davon raten Rechtsexperten ab. Um rechtliche Konflikte zu vermeiden, sollten Sie in jedem Fall einen Darlehensvertrag erstellen. Halten Sie alle wichtigen Bedingungen strukturiert und rechtsgültig fest und schützen Sie sich vor Missverständnissen oder rechtlichen Problemen.
Letzte Aktualisierung 25. März 2026
Füllen Sie Formulare in wenigen Schritten aus
Speichern, drucken & herunterladen
Effizient in 5 Minuten ausgefüllt
Ein Darlehensvertrag ist ein schriftliches Dokument, mit dem ein Darlehensgeber einem Darlehensnehmer Geld oder andere Vermögenswerte überlässt. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich dazu, das Darlehen zu einem festgelegten Zeitpunkt zurückzuzahlen.
Es handelt sich um eine vertragliche und meist langfristige Vereinbarung, die alle wesentlichen Details regelt, einschließlich der Rechte und Pflichten beider Seiten. Die Rechtsgrundlage und Vorschriften dafür liefern insbesondere die §§ 488 bis 490 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Welche Informationen in den Darlehensvertrag kommen, hängt von Ihrem persönlichen Kontext ab. Es gibt jedoch einige wesentliche Details, die Sie in jedem Fall angeben bzw. regeln sollten. Zu diesen zählen:
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, optionale Bedingungen festzuhalten. Hierbei handelt es sich um zusätzliche Klauseln, die sich individuell anpassen lassen und mehr Flexibilität bieten. Sie könnten in Ihren Darlehensvertrag beispielsweise folgende Punkte aufnehmen:
Wichtig: Damit der Darlehensvertrag auch verbindlich ist, müssen sowohl Darlehensgeber als auch Darlehensnehmer diesen unterschreiben. Mit der Unterschrift beider Parteien gehen Sie sicher, dass alle vereinbarten Bedingungen anerkannt werden.
Es gibt unterschiedliche Arten von Darlehen. Häufig wird ein Darlehensvertrag privat abgeschlossen, d. h. zwei Privatpersonen regeln die Überlassung und entsprechende Rückzahlung einer Geldsumme schriftlich. Das ist z. B. unter Freunden oder in der Familie der Fall.
Bei einem Verbraucherdarlehen ist der Darlehensgeber keine Privatperson, sondern ein Unternehmen, beispielsweise eine Bank, ein Kreditinstitut oder auch ein privater Kreditgeber, der in unternehmerischer Funktion auftritt. Achtung: In diesem Fall gelten besondere Schutzvorschriften gemäß den §§ 491 ff. des BGB.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Kategorien von Darlehen, die nach Fälligkeit oder Zinsform unterschieden werden können.
Ein Darlehensvertrag, insbesondere zwischen Bekannten oder Familienmitgliedern, muss nicht zwangsläufig komplex sein. Trotz der informellen Beziehung sollten jedoch alle wesentlichen Punkte klar und unmissverständlich geregelt werden. Mit einem einfachen, aber dennoch vollständigen Vertrag sind Sie rechtlich abgesichert.
Möchten Sie Geld an Freunde verleihen? Ein Mustervertrag als PDF hilft Ihnen dabei, wichtige Details wie die Rückzahlungsmodalitäten oder den Zinssatz klar strukturiert und transparent festzuhalten und spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.
Ein Privatdarlehen mit Muster hat den Vorteil, dass Sie Zeit und Nerven sparen und in wenigen Schritten einen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Kreditvertrag erstellen können. Beantworten Sie dafür ausgewählte Fragen, personalisieren Sie die Klauseln und drucken Sie das Dokument abschließend zur Unterschrift beider Parteien aus.
Wichtig: LawDistrict bietet Ihnen die Vorlage für einen Darlehensvertrag zwischen Privatleuten. Es handelt sich hierbei also nicht um ein Verbraucherdarlehen zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson.
Darlehensverträge sind im privaten Umfeld gang und gäbe. Trotzdem können sie zu Missverständnissen führen, wenn wichtige Details nicht eindeutig geregelt sind. Um Ihnen rechtliche Klarheit zu verschaffen, haben wir hier Antworten auf häufige Fragen zusammengestellt.
Bei einem privaten Darlehen, beispielsweise zwischen Freunden oder innerhalb der Familie, gibt es grundsätzlich kein Widerrufsrecht.
Es gibt unterschiedliche Szenarien, in denen ein abgeschlossener und unterschriebener Darlehensvertrag ungültig ist. Hier sehen Sie einige Beispiele:
Ob der Darlehensvertrag von einem Notar beglaubigt werden muss, hängt vom individuellen Kontext ab. Wenn Sie Geld leihen – privat an Freunde oder Familienmitglieder –, handelt es sich meist um kleinere Beträge oder unkomplizierte Rahmenbedingungen, die keine notarielle Beglaubigung erfordern. Hier genügt die einfache Schriftform.
Für private Darlehensverträge mit großen Geldsummen oder hinterlegten Sicherheiten (z. B. eine Bürgschaft, Pfandrechte an einer Immobilie oder andere Sachwerte) ist die Beurkundung durch einen Notar jedoch erforderlich.
