Kündigung des Arbeitsverhältnisses: Muster & Vorlage
Mit unserer Vorlage zur Kündigung des Arbeitsvertrages gehen Sie sicher, dass Sie alle Formalitäten einhalten und ein rechtswirksames Dokument erstellen.
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Was ist ein Kündigungsschreiben?
Ein Kündigungsschreiben ist ein offizielles Dokument, mit dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis beenden können. Es handelt sich also um eine schriftliche Mitteilung und einen rechtlichen Nachweis über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Ein klares und korrekt formuliertes Kündigungsschreiben beweist nicht nur Professionalität und Fairness: Es schützt insbesondere vor Missverständnissen oder rechtlichen Auseinandersetzungen. Schließlich muss eine Kündigung im Einklang mit den geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen erfolgen.
Muster: Kündigung des Arbeitsvertrages
Ob es sich um eine ordentliche Kündigung eines Arbeitsvertrages oder eine fristlose Beendigung handelt: Mit einem Muster sind sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer auf der sicheren Seite. Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit Vorlage hilft, alle relevanten Angaben zu berücksichtigen und unnötige Fehler zu vermeiden.
Mit Lawdistrict können Sie in wenigen Schritten eine rechtssichere Kündigung des Arbeitsvertrages als PDF erstellen. Sie erhalten nicht nur ein Muster, sondern auch abschließende Anweisungen, mit denen Sie Ihr personalisiertes Dokument überprüfen und für die praktische Anwendung vorbereiten können. Nach der Unterzeichnung müssen Sie es nur noch schriftlich übermitteln.

Die wichtigsten Punkte in einem Kündigungsschreiben des Arbeitsverhältnisses
Das Kündigungsschreiben ist kein sehr umfassendes Dokument und enthält oftmals nur wenige Sätze. Der Fokus liegt auf einer klaren und prägnanten Angabe der wichtigsten Aspekte. Um Ihre Kündigung korrekt zu verfassen, dürfen diese Informationen nicht fehlen:
- Name und Anschrift beider Vertragsparteien: Die vollständigen Namen und Anschriften sowohl des Kündigenden als auch des Kündigungsempfängers sind immer anzugeben.
- Klare Betreffzeile: Hier reichen das Wort „Kündigung“ sowie das beabsichtigte Kündigungsdatum aus.
- Klarstellung der Kündigung: Eine eindeutige Formulierung wie „Hiermit kündige ich das bestehende Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht zum [Datum]“ lässt keinen Raum für Interpretationen.
- Datum und Zeitpunkt der Kündigung: Halten Sie sowohl das Datum, an dem Sie die Kündigung verfassen, als auch den Zeitpunkt, zu dem Sie das Arbeitsverhältnis beenden möchten, korrekt fest.
- Schriftliche Kündigungsbestätigung: Mit einer Empfangsbestätigung, z. B. per Einschreiben mit Rückschein oder persönlicher Übergabe mit Bestätigung, gehen Sie sicher, dass die Kündigung tatsächlich zugestellt wurde.
- Handschriftliche Unterzeichnung: Sie müssen Ihre Kündigung eigenhändig und handschriftlich unterzeichnen, damit diese rechtswirksam ist.
- Bitte um qualifiziertes Arbeitszeugnis: Für Arbeitnehmer ist es empfehlenswert, im Kündigungsschreiben ein qualifiziertes Arbeitszeugnis direkt anzufordern. So vermeiden sie Nachfragen und unnötige Verzögerungen.
- (Optionale) Begründung: Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, einen Kündigungsgrund anzugeben. Arbeitgeber hingegen müssen, insbesondere bei einer fristlosen Kündigung, einen Grund nennen.
Wichtig: Laut § 623 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) muss die Kündigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses immer schriftlich erfolgen. Eine per E-Mail, Fax, SMS oder mündlich übermittelte Kündigung ist in Deutschland nicht gültig.
So schreibt man die Kündigung für ein Arbeitsverhältnis
Wenn es um das Verfassen eines Kündigungsschreibens geht, sind Sorgfalt und Präzision gefragt. Schließlich möchten Sie das Arbeitsverhältnis ordnungsgemäß und rechtssicher beenden. Doch wie schreibt man eine Kündigung für einen Arbeitsvertrag? Halten Sie sich an die folgenden Schritte, um sicherzustellen, dass Ihr Dokument vollständig, klar und formal korrekt ist:
Schritt 1: rechtliche Anforderungen erfüllen
Eine Kündigung muss stets die geltenden Bestimmungen des Arbeitsrechts einhalten. Dazu zählen beispielsweise die Kündigungsfrist, die Schriftform der Kündigung, eine Begründung bei fristloser Beendigung sowie die Einhaltung des Kündigungsschutzes für bestimmte Personengruppen nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG).
Schritt 2: wichtige Angaben aufnehmen
Nehmen Sie die oben genannten Angaben in Ihr Kündigungsschreiben auf und passen Sie optionale Informationen an Ihre persönliche Situation an. Dies kann beispielsweise den Kündigungsgrund oder die Bitte um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis betreffen. Auch eine höfliche Abschlussformulierung und ein Dank für die Zusammenarbeit können je nach Kontext angemessen sein.
Schritt 3: Angaben überprüfen
Es ist wichtig, dass Sie sämtliche Angaben auf Vollständigkeit und Korrektheit überprüfen. Auf diese Weise beugen Sie Missverständnissen vor und können sicherstellen, dass Ihre Kündigung rechtssicher und eindeutig ist.
Schritt 4: schriftlich übermitteln
Denken Sie daran, Ihr Kündigungsschreiben für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses schriftlich zu übermitteln – elektronische Formen wie E-Mail, Fax oder WhatsApp sind ungültig. Gängige Optionen sind u. a. diese:
- persönliche Übergabe mit schriftlicher Empfangsbestätigung
- Einschreiben mit Rückschein oder Einwurf
- Botenübergabe
- Kurierdienst
Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses
Frist, Grund, Resturlaub: Bevor Sie ein Kündigungsschreiben verfassen, können viele Fragen im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsvertrages auftreten. Hier finden Sie einen Überblick über wichtige Punkte.
Die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer beträgt laut § 622 BGB vier Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats. Arbeitgeber müssen die Dauer der Betriebszugehörigkeit beachten: Die Kündigungsfrist kann sich auf bis zu sieben Monate erhöhen, wenn der Arbeits- oder Tarifvertrag keine abweichenden Fristen vorsieht. In der Probezeit gilt eine zweiwöchige Kündigungsfrist.
Als Arbeitnehmer müssen Sie in der Regel keinen Kündigungsgrund angeben, wenn es sich um eine fristgerechte bzw. ordentliche Kündigung handelt. Bei einer fristlosen Kündigung muss der Grund auf Verlangen des Arbeitgebers erläutert werden.
Arbeitgeber müssen einen Grund angeben, wenn es sich um eine fristlose bzw. außerordentliche Kündigung handelt. Auch eine Kündigung, bei der das Kündigungsschutzgesetz oder der Sonderkündigungsschutz greifen, muss begründet werden.
Bei einer fristgerechten bzw. ordentlichen Kündigung wird das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegten Fristen beendet. Die Kündigungsfrist beginnt einen Tag nach der Zustellung bzw. des Zugangs der Kündigung beim Empfänger.
Bei einer fristlosen oder außerordentlichen Kündigung wird das Arbeitsverhältnis sofort beendet, weil ein „wichtiger Grund“ vorliegt. Die Kündigung muss innerhalb von 14 Tagen erfolgen, nachdem der Grund dafür vollständig bekannt wurde.
Verbleibende Urlaubstage können bei einer fristgerechten Kündigung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden. Ist dafür keine Zeit mehr, kann der Resturlaub nach § 7 Abs. 4 des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG) ausgezahlt werden. Bei einer fristlosen Kündigung wird der verbleibende Urlaub ausgezahlt.
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